EightyOne

Archiv für Juli, 2009

Vor genau zwei Wochen haben wir das Rauchen aufgegeben… und mindestens ich bin dabei geblieben. Ich bin Nichtraucher!

Das ganze Unterfangen war überraschend einfach. Obwohl ich dies nicht unbedingt der Nichtraucher-DVD zuschreibe, sondern vor allem meinem sturen Kopf. Einmal mehr behaupte ich, dass es sich beim Aufhören fast ausschliesslich um eine Kopfsache handelt. Wer im Kopf dazu bereit ist aufzuhören, und dies auch mit voller Überzeugung, der wird es auf jeden Fall schaffen. Die körperlichen Entzugserscheinungen sind minimal und man kann sie mit einem tiefen Atemzug wieder wegscheuchen.

stopsmokingBemerkenswert für mich war, wie schnell ich mich viel besser fühlte. Ich fühlte mich fitter und hatte mindestens die ersten Tage einen unglaublichen Bewegungsdrang. Es verging kein Abend, an welchem ich nicht noch mit dem Fahrrad oder zu Fuss durch Luzern streifte.

Nach diesen zwei Wochen ist meine Überzeugung nun noch viel grösser, dass ich nie wieder rauchen werde. Es ist ein wahnsinnig erleichterndes Gefühl, wenn man nicht vor jedem Meeting im Geschäft noch schnell eine rauchen muss, um dann nach einer Stunde schon wieder nervös auf dem Stuhl hin und her zu rutschen. Beim Pendeln im Zug ging es mir häufig so, dass ich nach 45 Minuten langsam nervös wurde und bei der Ankunft nach 60 Minuten dann unbedingt der Erste sein musste, der aussteigt. Alles vergessen!

Als Motivation wirklich sehr geholfen hat mir mein iPhone App “Idontsmoke”. Dieses zeigt an, wieviele Zigis man nicht geraucht hat, wie lange man schon nicht raucht, wieviel Geld man gespart hat und die nächsten “Goals”. Diese Goals sind bereits vorgegeben, man kann sie jedoch auch selber noch anpassen oder neue Goals hinzufügen. Nach knapp zwei Wochen stehe ich beispielsweise kurz vor “Die Entzugserscheinungen sind überwunden” ;-)

Ganz krass finde ich die Anzeige, wieviele Leute seit meine Rauchstopp an den Folgen des Rauchens weltweit gestorben sind. Nach zwei Wochen sind es knapp 200’000 Personen.

iphonappZusammenfassend kann ich sagen, dass einerseits wahnsinnig froh bin, das Rauchen aufgehört zu haben, und dass es andererseits viel einfacher ist, als dann man meinen könnte. Für alle, dies nachmachen möchten, hier meine persönlichen Helferchen:

  • Man muss es unbedingt wollen, wollen, wollen!
  • Auf Nikotinkaugummis, Nikotinpflaster etc. verzichten. Das braucht man alles nicht!
  • Viel Wasser trinken.
  • Bei der Lust nach der Zigi einige mal ganz bewusst tief Luft holen.
  • Karotten im Kühlschrank haben und bei Bedarf darauf rumkauen.
  • In den ersten Tagen viel raus gehen und sich bewegen. So merkt man auch, dass es einem schon viel besser geht.
  • Sich nicht am ersten Abend  in einer Bar zu einem Bier verabreden.
  • Sich immer wieder selber loben, sich freuen über die Leistung. Eine gute Motivation ist z.B. das oben erwähnte iPhone App.

So, ich hoffe ich konnte den vielleicht jemanden dazu motivieren, auch aufzuhören. Ich bereue es auf keinen Fall, die inzwischen 400 Zigis nicht geraucht zu haben und mit den 138 Franken kann ich sicher auch besseres anfangen :-)

Vor gut einem Monat haben ich und mein Schatz uns entschieden, definitiv und endgültig mit dem Rauchen aufzuhören. Wie man das so machen sollte, haben wir uns ein Datum gesetzt: Ab dem Samstag, 11. Juli 2009 sind wir Nichtraucher.

Nun, heute ist also der grosse Tag gekommen, an welchem wir das Rauchen aufgeben wollen werden. Wir haben uns dazu in den letzten Tagen ziemlich gut vorbereitet und Vieles unternommen, damit wir die schweren ersten Tage auch durchstehen. Allem voran haben wir uns die DVD “Nichtraucher in 5 Stunden” besorgt, von welcher auch der Herr Leumund so schwärmt. Natürlich haben wir uns die ganzen fünf Stunden reingezogen und sind nun voller Hoffnung Überzeugung, dass das Unterfangen klappt.

camelnaturalflavorIch selber bin absolut überzeugt, dass ich Nichtraucher bleibe. Das muss man ja schliesslich auch! Ich habe vor drei Jahren bereits mal für fast ein ganzes Jahr aufgehört zu rauchen. Und dann, wie es so ist, kam ein schöner Abend mit ziemlich Alkohol und am nächsten Morgen stand ich dann bereits wieder am Kiosk. Denn mit dem Rauchen ist es wie mit dem Alkohol: Wer einmal davon süchtig war, kann sich keinen einzigen Ausrutscher erlauben. Das war mir hoffentlich eine Lehre.

Im Moment bin ich richtig euphorisch, ich freue mich auf das Nichtraucher-Leben. Sicher wird dieses Gefühl in den nächsten Tagen nicht so bleiben, aber den Willen dazu habe ich auf jeden Fall. Und als zusätzliche Motivation habe ich ja auch noch das “Idontsmoke” iPhone App, welches mir moralische Unterstützung gibt.

Nun, wenn wir morgen früh aufstehen, werden keine Camel Naturals und Lucky Strikes mehr neben der Küchenfenster liegen, die Aschenbecher werden gewaschen und versorgt sein. Wir sind Nichtraucher :-) Drückt uns die Daumen, dass wir das auch bleiben. Ich werde euch in den nächsten Tagen auf dem Laufenden halten…

Übrigens, wenn ihr Tipps zur Zeit nach dem Rauchen habt, verratet uns diese doch in den Kommentaren.