Da geht man mal ein paar Tage in Urlaub und schon mutiert die eigene Eingangstüre zum Mini-Kiosk. Praktisch ist es ja allemal, nur schade dass die Gratiszeitung nicht gleich auch noch in den fünften Stock vor die Wohnungstüre getragen wird ;-) Na dann willkommen .ch auf dieser Welt.
An diesem Montag, übrigens der erste Tag an dem wir im Regen standen, war der dritte Flug innert einer Woche angesagt. Rückblickend war es definitiv das Beste gleich zu Beginn meiner Flieger-Karriere so häufig in die Lüfte zu steigen. Bekanntlich war ich dem Fliegen bis anhin ziemlich abgeneigt, beim dritten mal wurde es allerdings schon fast etwas normal. Das Check-In und das ganze weitere Prozedere am Flughafen ging reibungslos von statten, dank Roli der soooo gerne an Flughäfen ist hatten wir auch noch genügend Zeit uns zu verpflegen und eine Stange günstige Zigaretten zu kaufen. Während des Fluges ging dann alles reibungslos, obwohl über England einige Turbulenzen vermutet wurden. Anscheinend hatten die Briten mit einigen Unwettern während der Nacht zu kämpfen.
Nach der Landung in Zürich drehten wir noch ein paar Runden im Flughafen: Getränke einkaufen, Modellflugzeug ergattern und den neuen biometrischen Pass testen. Mit der SBB gings dann direkt nach Hause. “Nächster Halt, Luzern. Endstation. Wir bitten alle Reisenden auszusteigen und verabschieden uns von Ihnen”.
Es ist wohl wie immer im Urlaub. Man freut sich enorm darauf und geht sehr gerne weg, man kommt jedoch auch gerne immer wieder nach Hause. Auf jeden Fall bei mir ist es so.
Irland ist definitiv ein sehr sehr schönes Reiseziel und allen zu empfehlen. Vor allem der Charme des Südwesten hats mir sehr angetag, aber auch Dublin ist eine tolle Stadt. Die Menschen sind sehr freundlich und gesellig, wie ich es mir im Norden eigentlich gewohnt ist. Vor allem auf dem Land hinken die Iren zwar zum Teil noch etwas hinterher, aber genau das macht es wohl auch aus warum Irland so besonders schön ist.
Am siebten Tag unserer Reise hatten wir das erste Mal das Vergnügen auf einer irischen Autobahn zu fahren. Bis anhin waren wir jeweils nur auf kleineren Strassen unterwegs, auf welchen man jedoch meistens auch mit 100 Stundenkilometern fahre darf. So rasant unterwegs waren wir jedoch nur selten, die irischen Strassen sind meistens in einem eher schlechten Zustand, haben grosse Bodenwellen und Schlaglöcher. Dazu kommen die vielen engen Kurven und Brücken. Sorry Roli ;-)
Eben, wie gesagt, die etwa dreistündige Autofahrt auf überraschend guten Strassen war dann eher unspektakulär und wir sind sicher am Flughafen in Dublin angekommen. Nach einem Tankstop mit unserem Auto haben wir dieses noch etwas pro forma gereinigt, da wir uns nicht sicher waren, ob wir nun wirklich im Fahrzeug rauchen durften… wohl eher nicht ;-)
Wir bezogen ein Hotelzimmer direkt am Flughafen welches sich damit brüstet, das erste Hotel am Flughafen gewesen zu sein. Irgendwie hat man es dem Zimmer auch angesehen.
Um an diesem Tag doch auch noch etwas raus zu kommen nahmen wir wieder einmal den Bus vom Flughafen in die Stadt. Neu war auf der Fahrt dass ich mich nicht bei jeder Kreuzung fragte warum der Bus nun wieder die falsche Seite nimmt. Den Linksverkehr hat man sehr schnell intus, während unserer Reise mit dem Auto war ich nur gerade zwei mal falsch eingebogen und wenn einem der Beifahrer dann auch noch recht schnell darauf aufmerksam macht ist alles kein Problem.
In Dublin selbst hatten dann alle Läden die wir noch besuchen wollten seit ein paar Minuten geschlossen. Um 6 Uhr schliessend die meisten Geschäfte. Nun, es war ja auch Sonntag, da soll sich Luzern erst mal ein Beispiel daran nehmen!
Wir entschlossen uns dann nach einem Guinness in der Temple Bar zu unseren Wurzeln zurück zu kehren und unserem ersten Restaurant in Dublin nochmals einen Besuch abzustatten. War ja schliesslich schon beim ersten mal sehr lecker und das war es auch dieses mal noch.
Nach der Busfahrt zurück zum Hotel machten wir uns dann endlich noch ans Karten schreiben. War ja auch höchste Zeit am Abend vor dem Heimflug. Eigentlich schreibe ich sehr gerne Postkarten aus dem Ferien, nur raubt es halt immer einige Zeit des Urlaubs. Darum haben wir beide es auch bis jetzt hinaus geschoben. Also keine Angst liebe Freunde, Verwandte und Bekannte, ihr wurdet nicht vergessen, nur kommen die Karten wohl deutlich nach uns in der Schweiz an.
Gruzzz Dani
Die Sonne weckte uns aus dem Schlaf, mich wieder einmal etwas früher als Roli ;-) Und das Aufstehen wurde auch gleich mit sonnigem Wetter und einer Traumhaften Aussicht über das Meer belohnt. Anschliessend ging es ans Frühstück, Roli bekam sogar eine irische Spezialität serviert: Gründer Toast.
Wir machten uns anschliessend auf um den Ring of Kerry weiter im Uhrzeigersinn abzufahren. Während der Fahrt zogen wie in unserer Irland-Bibel beschrieben immer wieder die faszinierendsten Landschaften an uns vorbei, Landschaften wie man sie aus Werbeprospekten oder Büchern über Irland kennt. Am äussersten Zipfel des Ring of Kerry angekommen hat man die Möglichkeit eine Zusatzrunde zu drehen und den Ring of Skellig zu befahren. Dieser führt nochmals ganz zur Küste von welcher man die schroffen Skellig Inseln sehen kann welche aus dem Meer hinaus ragen. Auf einer Anhöhe hat man zudem einen grandiosen Blick auf beide Seiten der Halbinsel. Bloss windsicher gekleidet sollte man auf jeden Fall sein, leichteren Personen sind zusätzlich angebrachte Gewichte zu empfehlen ;-)
Um an unserem letzten Tag nicht die ganze Strecke von der West- zur Ostküste nach Dublin fahren zu müssen haben wir uns entschieden bereits etwas in Richtung der Hauptstadt zu fahren. Einen ersten kleinen Stopp haben wir in der 9000 Seelen-Stadt Killarny eingelegt, die Touristen-Hochburg schlechthin. Zu sehen gibt es gemäss Reiseführer in Killarny nicht besonders viel, warum aber dennoch so viele Touris da sind ist uns ein Rätsel. Vielleicht liegt es auch nur an der wohl grössten Souvenirshop-Dichte in ganz Irland. Auch schon in der Vergangenheit lebte anscheinend Killarny fast ausschliesslich vom Tourismus, seit über 250 Jahren richtet sich die Stadt an Reisende.
Die letzte Etappe des Tages führte uns dann nach Limerick, jedoch erst nachdem wir uns einige mal rund um die Stadt am Shannon verfahren hatten. Wir bezogen ein sehr cooles Zimmer in einem neueren Hotel in der Nähe der Autobahn um uns am nächsten Tag nicht noch mal zu verfahren. Abendessen gabs dann aber doch noch in der City bei Supermac’s inkl. einem live Comedy Festival direkt bei und vor der Türe.
Gruzzz Dani
An unserem fünften Ferientag machten wir uns von Bantry aus wieder auf in Richtung Westen. Das erste Etappenziel war der Healy Pass, welcher mit 450 Metern über Meer für Schweizer Verhältnisse zwar sehr klein scheint, aber trotzdem eine grandiose Aussicht auf die zwei Counties Cork und Kerry bietet. Auf der Passhöhe angekommen fühlt man sich dann aber trotzdem in die Heimat zurückversetzt. Die Landschaft könnte genau so gut irgendwo im Bündnerland sein und auch ein kleiner Touristenshop hat seine Türen geöffnet. Nur sind es eben Pfeifenklänge und Schafe anstelle von Alphörnern und Kühen. Bei einem der süssen Plüsch-Schafe konnte ich dann nicht widerstehen, schliesslich wird bald mein Patenkind geboren ;-)
Anschliessend ging die Reise weiter nach Kenmare wo der Ring of Kerry beginnt. Der Ring of Kerry ist ein Strassenring rund um die Halbinsel Iveragh von welchem gesagt wird, es sei die schönste Strecke in ganz Irland. Tatsächlich bieten die engen und oft sehr löcherigen Strassen traumhafte Ausblicke auf Meeresbuchen und kleine Weiler und da die Touristensaison bereits vorbei ist auch ziemlich viel Ruhe. Während der Hochsaison sollen gemäss unserem Reiseführer ganze Karawanen von Reisebussen den Ring of Kerry passieren. So musste sogar vereinbart werden, dass Busse den Ring nur noch in eine Richtung befahren dürfen damit sie sich auf den engen Strassen nicht kreuzen müssen.
Nach wieder etwa zweihundert Killometern in unserem Ford Focus sind wir in der Nähe des Döfchen Sneem auf ein schmuckes B&B gestossen und haben uns da einquartiert. Das Häusschen liegt nur wenig oberhalb des Meeres und bietet eine wunderschöne Aussicht und Idylle pur. Zum Nachtessen fuhren wir dann anschliessend wieder die knapp 30 Kilometer nach Sneem zurück wo wir uns eine Portion Fish & Chips und im Dorfladen einen Kaffee aus einer Schweizer Kaffeemaschine gönnten. Kommentar des Ladenbesitzers: The best coffee in town.
Gruzzz Dani
An unserem vierten Irlandtag wollten wir mit Ryanair von Dublin nach Cork fliegen, der Flug war schon einige Zeit gebucht. Nur war es eben der falsche Flug, denn gemäss Bestätigungsmail ging unser Flieger bereits vor einem Monat, also am 20. August anstatt am 20. September. Zum Glück hat Frühmerker Roli doch noch die Mail gelesen bevor wir am Flughafen waren und so konnte noch mal ein neuer Flug in einem lahmen Internet Café gebucht werden. Etwa zwölf Stunden vorher.
Der besagte Flug ging um 10.40 Uhr, darum war definitiv nichts mit ausschlafen. Auschecken im Hotel, halbstündige Busfahrt, Einchecken am Flughafen, erster Kaffe. Anschliessend machten wir uns auf die paar Kilometer zum Gate A. Der Dubliner Flughafen bekommt gerade ein paar neue Räumlichkeiten, darum muss man, wohl vor allem als Gast einer Billig-Airline, ziemlich weit durch Provisorien latschen. Das ebenfalls ziemlich provisorische Gate A versprüht den Charme der Fünfziger, man sitzt dafür direkt vor dem Flugzeug und kann wenn es losgeht nur kurz durch die Türe und steht quasi auf der Rollbahn.
Der Flug selber dann ziemlich gut, kaum war der Vogel in der Luft setzte er auch schon zur Landung an. Spektakulär war jedoch unsere Flightattendant, welche unglaublich gekonnt die Sicherheitsvorkehrungen demonstrierte, die Passagiere galant zählte und auch beim Verkauf der Getränke eine ziemlich gute Figur machte. Sie war sogar so gut, dass Roland sie gerne gleich zur Freundin gehabt hätte. Der Abschied schien ihm sichtlich schwer zu fallen.
In Cork konnten wir unser Auto abholen. Bekommen haben wir einen 3’800 Kilometer alten Ford Focus, ganz ok das Ding. Nur hat der Ford, wie leider alle Autos hierzulande, das Steuer einfach auf der falschen Seite, der Rückspiegel ist auch an einem komischen Ort, von der Gangschaltung gar nicht erst zu reden. Immerhin ist Gas, Bremse und Kupplung da wo sie hin gehören. Es braucht einige Zeit sich an den Linksverkehr zu gewöhnen, nach einiger Zeit war dann auch das geschafft. Eine Frage ist aber immer noch offen: Gilt jetzt in Irland Rechts- oder Linksvortritt an einer Kreuzung?
Nach ein einigen Stunden und etwa 150 Kilometern reichte die Zeit noch knapp uns den Miezen Head anzusehen. Der südwestlichste Punkt Irlands besteht aus einer atemberaubenden Feldformation im Meer, welche dank einer renovationsbedüftigen Brücke bequem angeschaut werden kann. Den Miezen Head muss man sicher gesehen haben bei einem Irland-Trip, einfach spektakulär!
Nochmals ein paar Kilometer weiter sind wir dann in Bantry angekommen wo wir ein gemütliches aber nicht ganz günstiges Hotel fanden.
Gruzzz Dani
Für den Mittwoch hatten wir uns nochmals eine ausgiebige Sightseeing Tour durch Dublin vorgenommen. Dies haben wir dann auch geschafft, jedoch erst mit etwas Verspätung, da jemand von uns (Name der Redaktion bekannt) nicht aus dem Bett gekommen ist.
Gestartet haben wir unsere Tour im Guinness Storehouse, quasi dem Zuhause des schwarzen Lebenselixiers der Iren. Ein Teil der alten Brauerei wurde zu einem Museum umgebaut und man erfährt alles über das Nationalgetränk, deren Produktion, die 250 jährige Geschichte, die Werbung usw. und kann natürlich auch gleich einen grossen Schluck davon geniessen. Die Ausstellung selber ist sehr interessant gestaltet, alleine die Räumlichkeiten sind ein Blickfang. So wurden weite Teile der alten Industrieräume belassen und bloss neue Elemente hinzugefügt, was der Ausstellung ziemlichen Charme verleiht.
Eine witzige Story zum Guinness: Arthur Guinness, der Gründer von Guinness schloss 1759 mit dem Besitzer des Geländes, auf welchem die Brauerei steht, einen ganz speziellen Pachtvertrag ab. Dieser hat eine Laufzeit von 9’000 Jahren zu einem Zins von 45 Pfund pro Jahr. Ob dieser Pachtvertrag tatsächlich heute noch so in Kraft ist bleibt offen. Arthur Guinness scheint aber ziemlich an sein Bier geglaubt zu haben und er sollte recht behalten, Guinness erzielt heute einen Umsatz von 6 Milliarden Euro jährlich.
Auf dem Dach des obersten Stockwerkes ist die Ausstellung dann zu Ende und man kann sich in der 360° Bar mit einer genialen Aussicht über ganz Dublin ein – was auch sonst – Guinness genehmigen. Cheers!
Im Anschluss sind wir dann noch ein wenig durch Dublin getourt, sind bei Subway eingekehrt und haben vergebens die Bushaltestelle zum Strand gesucht. Der öffentliche Verkehr in Irland ist wirklich nicht auf einem besonders hohen Niveau und vor allem sehr kompliziert, einen Routenplan sucht man vergebens. Zum Glück ist wenigstens das Zentrum von Dublin recht überschaubar und man kann es bequem zu Fuss erkunden. Trotzdem schade für die Dreitageskarte vom ÖV für 11 Euro, wir sind damit nur gerade vom Flughafen zum Hotel gefahren.
Gruzzz Dani
Guten Morgen Dublin. Ein richtiger Start in einen neuen Tag beginnt für mich unbedingt mit einer Dusche. Aber irgendwie haben’s die Iren wohl nicht so mit dem Wasser. Die Hotelverwaltung legt anscheinend sehr viel Wert aufs Wassersparen und so wurde die Dusche so stark gedrosselt, dass man sicher keine Angst haben muss von herumfliegenden Tropfen erschlagen zu werden. Eigentlich wird man sogar feuchter wenn man einfach nur draussen rum steht die Luftfeuchtigkeit auf sich wirken lässt, obwohl es bis jetzt noch nie geregnet hat. So dauert dann halt die morgendliche Dusche anstelle von 10 Minuten eine halbe Stunde. Und skurioses Irisches Wasser zum zweiten: Auf der Insel scheit es normal zu sein, pro Waschbecken zwei Wasserhahnen zu haben. Einen für das kalte, einen anderen für das warme Wasser. Da muss man schon sehr flink sein um lauwarmes Wasser zu bekommen und am besten sehr grosse Hände sein eigen nennen ;-) Nach den vielen Wassergeschichten gelang es uns dann selbstverständlich auch etwas von der Stadt zu sehen: City Hall, Dublin Castle, St. Patricks Cathedral, Merrion Square und die O’Connell Street sind nur ein paar der Stationen die wir unter die Füsse genommen haben. Selbstverständlich begleitet von einigen Kaffee- und Verpflegungspausen. Etwas Shopping haben wir dann auch noch betrieben, wie könnte man anders wenn man sich in einem „The North Face“ Shop austoben kann. Alles in allem ist Dublin wirklich ein sehr schmuckes Städtchen mit coolen Pubs, tollen Läden und vielen, vielen Backsteinen. Auch die Iren selber sind sehr sympathische Leute welche gerne mal ungefragt einen Kommentar abgeben. Bloss einen wirklichen irischen Akzent oder gar die gälische Sprache vermissen wir bis jetzt noch etwas. Dies wird sich dann aber sicher auch noch ändern wenn wir erst mal in der Prärie draussen sind. Das Lokal für das Abendessen lag dann in der Entscheidung von Roli. Nach einigem hin und her zwischen Hard Rock Café und dem TGI Friday’s haben wir uns dann für ersteres entschieden was eine wirklich sehr gute Wahl war. Geile Musik und ein Veggi Burger der Sonderklasse bildeten den Rahmen um mehrere Pints Guinness auf dem Tisch. Lieber Ronnald McDonnald, lieber Burger König, geht doch auch mal ins Hard Rock Café einen Veggi Burger essen und behauptet noch einmal, dass eure Klumpen gut sein sollen ;-) Nach einem Abstecher in die Temple Bar mit einem weiteren Guinness und live Musik zweiter überaus attraktiven jungen Männern verzogen wir uns dann in unser Zimmer um etwas mit Mogli zu spielen. Miau! Gruzzz Dani
Der erste Tag unserer Irlandreise drohte auch schon zum schlimmsten zu werden: Mein erster Flug überhaupt! Aber alles mal der Reihe nach…
Am Vormittag war erst mal Ferienshopping angesagt, schliesslich ging unser Flug erst nach vier Uhr und so hatten wir Zeit uns noch einige lebenswichtige Sachen zu kaufen: Shirt, Kamera-Bag, eine Sicherung für den Reisestecken usw. Am Bahnhof in Luzern musste dann Roli schon mal auf mich warten. Meine North Face Jacke verspürte wohl auch Flugangst und blieb spontan erst mal zu Hause liegen. So machte ich mich nochmals auf den Weg zurück. Glücklicherweise gibts ständig Züge zum Flughafen und so ging es dann doch schon bald Richtung Zürich.
Im Zug setzte dann kurz vor dem Flughafen die schlimme Phase ein und es wurde mir langsam bewusst was ich mir angetan habe. So lange hatte ich mich gegen das Fliegen gewehrt und heute sollte diese Ära ein Ende haben. Nach vielem Neuen am Flughafen und mehreren nervösen Camels standen wir auch schon vor der wunderbar grün bemalten Aer Lingus Maschine, wobei Roli natürlich wieder nur Augen für die Swiss-Vögel hatte. Kurz vor dem Start schwankten meine Gefühle zwischen “was tust du dir nur an” und “kann ja nicht so schlimm sein, machen millionen anderer Menschen auch”. Ganz so schlimm war es dann auch tatsächlich nicht, obwohl runter sehen kurz nach dem Start war definitv nicht drin. Mit Hilfe meines iPods und einigen Folgen “Reporter” überstand ich dann auch die zwei Stunden Flug bis nach Dublin, bei der Landung waren dann doch noch mal kurz feuchte Hände angesagt. Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein… Naja ;-)
Ich glaube ich habe auf dem Flug heute einiges über mich selbst gelernt. Sobald ich nicht weiss was mich erwartet und entsprechend keinen Einfluss nehmen kann habe ich generell – ehm… – sagen wir mal ein schlechtes Gefühl. So etwa auch bei meinem scheiss Zahnarzt der mir nie was sagt bis ich fertig bin. An dieser Stelle Memo an mich selbst: Unbedingt endlich den Zahnarzt wechseln!
Eben, wie gesagt alles halb so schlimm, als wir dann im Bus in die City sassen sowieso :-) Und das erste mal machte sich grosses Erstaunen über den Linksverkehr breit. Dies vor allem deshalb weil ich ja ab Donnerstag selber auf der falschen Seite über die Insel tuckern muss. Bin ja mal gespannt wie das gehen soll.
Das Zimmer im Hotel ist wirklich cool. Wir sind mittel in Temple Bar, quasi der Altstadt Dublins einquartiert und haben duzende irische Pubs direkt vor der Haustüre. Nach einen kurzen Erkundungs-Spaziergang kamen wir dann auch endlich zum Essen und dem ersten Guinness… ging prima runter ;-)
Gruzzz Dani